Mediation
" Mediation ist eine strukturierte Methode der Vermittlung in Konflikten
durch einen neutralen Dritten "
Wann ist eine Mediation sinnvoll?
- Bei Streitigkeiten, die das soziale Miteinander/das Zusammenleben betreffen
- Beide Konfliktparteien haben „Leidensdruck“ und sind mit der Situation unzufrieden
- Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, die sich (miet)rechtlich nicht lösen lassen
- Bei Familienstreitigkeiten (Sorgerecht, Erziehungsprobleme, Kommunikationsprobleme)
- Beide Konfliktparteien fühlen sich „im Recht“
- Die Konfliktparteien sind bereit freiwillig mitzumachen
- Als Methode zur Klärung von Konflikten bevor eine Partei sich für den Rechtweg entscheidet
Welche Ziel hat eine Mediation?
- Beide Parteien arbeiten an einer einvernehmlichen Lösung, die in einem Vertrag schriftlich festgehalten wird
- Eine win-win-Lösung wird erarbeitet
- Die Lösung ist zukunftsweisend
Wie lange dauert eine Mediation?
- Eine Sitzung dauert 45 Minuten
- Der Mediationsprozess dauert in der Regel 3-5 Sitzungen, ist von der Kooperation der Konfliktbeteiligten abhängig
Was braucht der Mediator/die Mediatorin Vorfeld?
- Einen klaren Auftrag zur Mediation
- Die Kontaktdaten der Beteiligten
- Ggf. Informationen über „die Chronologie des Konfliktes“
Wie arbeitet ein Mediator / eine Mediatorin?
- Als „neutraler Dritter“
- Wendet unterschiedliche Methoden und Kommunikationstechniken an
- Strukturiert, begleitet und moderiert den Prozess
- Versteht die Konfliktparteien als die „Experten“ in ihrem Konflikt
- Agiert empathisch
- Dokumentiert Arbeitsergebnisse, kooridiniert die Sitzungen, sorgt für entsprechende Räumlichkeiten
Grundannahmen der Mediation
- Keine Beziehung existiert ohne Konflikte; sie gehören dazu
- Fast jeder Konflikt hat die Beziehung zum Thema und nicht die Probleme
- Alle Parteien können gewinnen
- Konfliktparteien sind nicht Teil des Problems, sonder Teil der Lösung
Vorteile einer Mediation
- (hohe) Gerichtskosten können gespart werden
- Die Lösungen werden von den Streitenden selbst entwickelt und getragen und sind daher tragfähiger
- Die Konfliktparteien „nähern“ sich in der Regel an
- Es gibt keinen Gewinner und Verlierer
- Die Beteiligten sind prozessverantwortlich
Weitere Fragen?
Martina Ritzenhoff
von Laer Stiftung
Telefon: 0521 - 13 97 66
Mail: martina.ritzenhoff@fh-bielefeld.de
